IT für Einzelhandel und Gastronomie
Im Handel und in der Gastronomie ist der Ausfall sofort sichtbar: Die Kasse bleibt zu, die Schlange wird länger, der Gast geht. Anders als im Büro lässt sich die Arbeit nicht nachholen — der Umsatz dieser Stunde ist weg. IT für Einzelhandel richtet sich deshalb nach dem, was am Tresen passiert.
Ein Ausfall im Verkauf lässt sich nicht nachholen
Die Arbeit von morgen früh ersetzt nicht den Umsatz von heute Mittag.
Was im Verkauf anders ist
Kassen-, Buchungs- und Bezahlsysteme hängen an Netz und Leitung. Fällt eine der beiden aus, hilft das beste Kassenprogramm nichts. Umgekehrt nützt eine schnelle Leitung wenig, wenn das Gästenetz und die Kasse sich dieselbe Strecke teilen.
Worauf es im Handel ankommt:
Kasse und Bezahlterminal dürfen nicht am Gästenetz hängen
Die Internetanbindung braucht einen zweiten Weg
Gäste-WLAN ist erwartet, aber es darf nichts aufmachen
Filialen brauchen denselben Stand wie die Zentrale
Wartungsfenster liegen außerhalb der Öffnungszeiten
Im Störungsfall zählen Minuten, nicht Werktage
Bestandsabgleich zwischen Kasse und Warenwirtschaft ohne Lücke
Fester Ablauf für den Notbehelf bei ausgefallener Anbindung
Die Kasse darf nicht stehen
Wir setzen Kassen, Terminals und Waagen in ein eigenes Netzsegment, aus dem heraus sie nur erreichen, was sie erreichen müssen. Wie diese Trennung gebaut wird, steht unter Switching.
Für den Ausfall gilt dieselbe Frage wie überall: Wie lange darf es dauern? Was wir zusagen, steht unter Störung und Notfall-Service. Für kurze Unterbrechungen hilft ein Kassensystem, das offline weiterbucht — ob Ihres das kann, klären wir mit dem Hersteller.
Gäste-WLAN, sauber getrennt
Ein Zugang für Gäste gehört heute dazu. Er darf aber nicht im selben Netz liegen wie Kasse und Warenwirtschaft — sonst hängt Ihr Verkauf am Endgerät eines beliebigen Besuchers. Wir richten dafür eigene Funknetze mit eigenen Regeln ein, beschrieben unter WLAN und Gäste-WLAN.
In Gasträumen und Verkaufsflächen kommt die Abdeckung dazu: Wir messen aus, wo Access Points stehen müssen, damit das Bestellgerät auch in der letzten Ecke funktioniert.
Eine Leitung, die nicht der einzige Weg ist
Bezahlverfahren brauchen eine Verbindung nach außen. Fällt sie aus, steht der Verkauf — auch dann, wenn im Haus alles läuft. Deshalb planen wir die Internetanbindung mit einem zweiten Weg, der automatisch übernimmt.
Einen Überblick über Anbieter, Verfügbarkeit und Rechte bei Störungen der Anschlussleitung bietet die Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde für den Telekommunikationsmarkt — eine nützliche Anlaufstelle, wenn ein zweiter Anbieter für die Rückfallleitung gesucht wird.
Mehrere Standorte, ein Stand
Wer mehr als einen Laden betreibt, braucht überall denselben Warenbestand und dieselben Preise. Die Standorte binden wir über eine gesicherte Standortvernetzung an, damit die Warenwirtschaft an einer Stelle gepflegt wird.
Für neue Filialen heißt das: Die Technik ist geplant, bevor der Innenausbau beginnt — Leitungswege, Access Points und Kassenplätze lassen sich hinterher nur teuer nachrüsten.
Saisonspitzen und Aushilfen
Vor Weihnachten, im Sommer oder bei einer Aktion stehen mehr Leute an der Kasse als sonst — oft befristet. Wir richten Zugänge so ein, dass eine Aushilfe schnell arbeiten kann, ohne Rechte zu bekommen, die sie nicht braucht, und dass diese Zugänge zum vereinbarten Datum von selbst enden.
Zur Saisonspitze gehört auch die Technik: ein zusätzlicher Kassenplatz, ein Bezahlterminal mehr, mehr Geräte im Funknetz. Was dafür nötig ist, klären wir vorher — nicht am ersten Samstag mit Andrang. Umbauten legen wir in die Zeit vor der Spitze, nicht hinein.
Warenwirtschaft: der Bestand hinter der Kasse
Jeder Kassenbeleg verändert den Bestand — zumindest dann, wenn Kasse und Warenwirtschaft wirklich verbunden sind. Läuft die Anbindung nicht sauber, driften Soll- und Ist-Bestand auseinander, und das fällt meist erst bei der nächsten Inventur auf.
Für einen einzelnen Verkaufsraum ohne Filialen lohnt sich eine aufwendige Echtzeit-Anbindung meist nicht — dort reicht häufig ein einfacher Abgleich am Tagesende. Erst mit mehreren Standorten oder hohem Durchsatz wird die laufende Synchronisation wichtig.
Öffentliche Fördermittel
Kassensysteme, ein getrenntes Gäste-WLAN oder eine zweite Leitung als Rückfallweg können über den Digitalbonus Bayern förderfähig sein. Der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt sein, siehe Öffentliche Förderung.
Handel und Gastronomie in Rosenheim und Umgebung
Wir betreuen Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie in Rosenheim, Bad Aibling, Kolbermoor, Raubling, Bruckmühl, Wasserburg am Inn, Prien am Chiemsee und im Großraum München — mit Wartungsfenstern außerhalb Ihrer Öffnungszeiten.
Sprechen Sie uns an: 08031 6169640 oder Kontaktformular.
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Häufige Fragen
Wir betreuen die Umgebung, in der es läuft — Netz, Leitung, Arbeitsplätze. Den fachlichen Support leistet der Kassenanbieter; wir stimmen uns mit ihm ab.
Das hängt daran, was eine Stunde ohne Bezahlverfahren kostet. Wir rechnen es an Ihren Zahlen durch, statt es pauschal zu empfehlen.
Ja, über ein getrenntes Gästenetz. Es hat keinen Zugang zu Kasse, Warenwirtschaft oder Büro.
Außerhalb der Öffnungszeiten, nach vorheriger Abstimmung.
Ja. Am günstigsten wird es, wenn wir vor dem Innenausbau dabei sind — Leitungswege und Access Points lassen sich später nur teuer nachrüsten.
Die Buchungen laufen nach, sobald die Verbindung wieder steht. Bis dahin sollte klar sein, wer den Zwischenstand auf Papier festhält, damit nichts doppelt oder gar nicht gebucht wird.
Ja, das ist der Normalfall bei vernetzten Kassenplätzen. Wie Konflikte bei gleichzeitigen Verkäufen desselben Artikels gelöst werden, hängt von der eingesetzten Warenwirtschaft ab.
Wir fangen am Tresen an
Daraus ergibt sich, was doppelt vorhanden sein muss und was warten kann.




