IT für Handwerksbetriebe
Im Handwerk sitzt ein guter Teil der Belegschaft nicht am Schreibtisch. Aufmaß, Fotos und Rückmeldungen entstehen auf der Baustelle, die Rechnung entsteht im Büro, und dazwischen liegt oft eine Funklücke. IT für Handwerksbetriebe muss deshalb an einer anderen Stelle anfangen als in einem Büro mit festen Arbeitsplätzen — nämlich draußen.
Die IT folgt der Baustelle, nicht dem Schreibtisch
Was draußen entsteht, muss drinnen ankommen — verlässlich, auch bei schlechtem Funk.
Woran es im Handwerk wirklich hängt
Die Technik im Handwerk ist selten das Problem. Das Problem ist der Weg dorthin: Wer auf dem Bau steht, hat keine Zeit, sich dreimal anzumelden, und keinen zweiten Versuch, wenn das Aufmaß verloren geht. Eine Umgebung, die im Büro tadellos läuft, kann auf der Baustelle unbrauchbar sein.
Was einen Handwerksbetrieb von einem Büro unterscheidet:
Arbeitsorte wechseln täglich, das Netz vor Ort gehört nicht Ihnen
Fotos und Aufmaße entstehen auf dem Gerät, nicht auf dem Server
Mobilfunk ist im Keller, im Rohbau und im Gebirge unzuverlässig
Geräte fallen herunter, werden nass und gehen verloren
Die Warenwirtschaft gibt vor, was der Server leisten muss
Ein Ausfall kostet nicht Bürozeit, sondern einen Montagetag
Empfang ist von Baustelle zu Baustelle unterschiedlich, nicht planbar
Von der Baustelle ins Büro
Der mobile Zugriff ist der Kern. Wir richten ihn so ein, dass Ihre Leute mit einem Gerät und einer Anmeldung arbeiten — über einen gesicherten VPN-Zugang ins Firmennetz, mit Zwei-Faktor-Anmeldung für alles, was von außen erreichbar ist.
Wo der Funk schwach ist, hilft keine schnellere Leitung, sondern eine Anwendung, die zwischenspeichert und später abgleicht. Ob Ihre Fachanwendung das kann, klären wir mit deren Hersteller, bevor Geräte beschafft werden — nicht danach.
Die Fachanwendung gibt den Takt vor
Handwerkersoftware für Kalkulation, Aufmaß und Zeiterfassung bestimmt, wie die Umgebung aussehen muss: wie viel Serverleistung nötig ist, ob sie lokal oder gemietet läuft und wie viele Leute gleichzeitig darauf dürfen.
Den fachlichen Support leistet weiterhin Ihr Software-Anbieter. Wir sorgen dafür, dass die Umgebung darunter stimmt, und stimmen uns bei Bedarf mit ihm ab — das erspart Ihnen, zwischen zwei Dienstleistern zu vermitteln.
Wenn etwas ausfällt
Ein verlorenes Tablet ist ärgerlich, ein verlorener Auftragsordner ist teuer. Deshalb steht die Datensicherung am Anfang und nicht am Ende: getrennte Sicherungen, ein geprüftes Wiederherstellungsverfahren und die Frage, wie viel Arbeit im schlimmsten Fall verloren sein darf.
Für den laufenden Betrieb ist die zweite Frage wichtiger als die erste: Wie schnell ist jemand da? Was wir dabei zusagen, steht unter Störung und Notfall-Service.
Geräte, die den Alltag aushalten
Im Büro genügt ein normales Notebook. Auf der Baustelle nicht. Wir beschaffen Geräte danach, wo sie eingesetzt werden — robuste Tablets für draußen, saubere Arbeitsplätze drinnen — und richten sie so ein, dass ein Ersatzgerät binnen kurzer Zeit denselben Stand hat.
Was ein Arbeitsplatz konkret braucht, hängt an der Aufgabe. Der Überblick dazu steht unter IT-Arbeitsplatz.
Wenn jemand anfängt oder aufhört
Im Handwerk wechselt Personal häufiger als in einem Büro, und Geräte wandern mit. Wir richten die Übergabe deshalb als festen Ablauf ein: Konto anlegen, Rechte nach Aufgabe vergeben, Gerät nach Vorlage aufsetzen. Ein neuer Monteur ist damit am ersten Tag arbeitsfähig statt in der zweiten Woche.
Beim Austritt läuft derselbe Ablauf rückwärts — Zugänge entziehen, Gerät zurücknehmen, Daten übergeben. Das klingt nach Verwaltung, ist aber der Punkt, an dem sonst Jahre später noch ein aktives Konto auftaucht. Wir halten fest, wer welches Gerät hat, damit beim Austritt nichts vergessen wird.
Wo der Empfang aufhört, fängt die Planung an
Wie zuverlässig der Mobilfunk auf einer Baustelle ist, hängt stark vom Standort ab — Keller, Rohbau und Gebirgslagen sind bekannte Schwachstellen. Bevor wir eine mobile Lösung planen, lohnt ein Blick auf die tatsächliche Netzabdeckung vor Ort.
Eine bundesweite Übersicht zur Mobilfunkversorgung führt die Bundesnetzagentur. Sie ersetzt keinen Test vor Ort, gibt aber eine erste Einschätzung, ob an einem Standort überhaupt mit stabilem Empfang zu rechnen ist.
Öffentliche Fördermittel
Geräte für die Baustelle, eine gesicherte Datenablage oder der sichere Fernzugriff können für kleine und mittlere Betriebe über den Digitalbonus Bayern förderfähig sein. Wichtig ist die Reihenfolge: erst der Antrag, dann die Beauftragung — mehr unter Öffentliche Förderung.
Handwerksbetriebe in Rosenheim und Umgebung
Wir betreuen Handwerksbetriebe in Rosenheim, Bad Aibling, Kolbermoor, Raubling, Bruckmühl, Wasserburg am Inn, Prien am Chiemsee und im Großraum München. Kurze Wege sind hier kein Werbesatz, sondern der Unterschied zwischen einem halben und einem ganzen Ausfalltag.
Erzählen Sie uns, wie bei Ihnen gearbeitet wird: 08031 6169640 oder Kontaktformular.
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Häufige Fragen
Das hängt an Ihrer Fachanwendung, nicht an uns. Manche speichern zwischen und gleichen später ab, andere brauchen eine stehende Verbindung. Wir klären das vor der Beschaffung mit dem Hersteller.
Nicht zwingend. Entscheidend ist, was Ihre Warenwirtschaft verlangt und wie viel Ausfall Sie verkraften. Für kleine Betriebe ist eine gemietete Umgebung oft günstiger und sicherer als ein Gerät im Lagerraum.
Bei verschlüsselten Geräten mit Fernlöschung bleibt der Schaden beim Gerätepreis. Ohne diese Vorbereitung ist es ein Datenschutzvorfall. Wir richten das bei der Übergabe ein, nicht später.
Ja. Für Betriebe mit wenigen Arbeitsplätzen ist oft eine schlanke Lösung mit jährlicher Wartung sinnvoller als ein Betreuungsvertrag — das sagen wir Ihnen offen.
In der Regel ja. Wir übernehmen die Umgebung, in der sie läuft. Ob ein Wechsel sinnvoll wäre, sagen wir, ohne ihn zur Bedingung zu machen.
Wir fangen bei Ihrem Arbeitstag an
Nicht beim Gerätekatalog. Daraus ergibt sich, was mobil laufen muss und was doppelt vorhanden sein sollte.




